
Binse, Schilf und Rohrkolben wachsen in den sumpfigen Bereichen rund um Seen, die in einem Land mit ausgedehnten Wüsten- und Steppenflächen rar sind. Sie zeigen das Vorkommen von lebensspendendem Wasser an und gelten daher als „Boten des Überflusses“.
Es handelt sich um grasartige Pflanzen, aus denen Schuhe, Matten, Zäune, Seile, Boote und Hütten hergestellt wurden. Auch Körbe konnten aus diesem elastischen Material geflochten werden, wie das Binsenkörbchen, in dem Mose am Nil ausgesetzt wurde.
Es handelt sich um grasartige Pflanzen, aus denen Schuhe, Matten, Zäune, Seile, Boote und Hütten hergestellt wurden. Auch Körbe konnten aus diesem elastischen Material geflochten werden, wie das Binsenkörbchen, in dem Mose am Nil ausgesetzt wurde.
Exodus/ 2 Mose 2,2 – 10
Ein Mann aus der Nachkommenschaft von Levi heiratete eine Frau, die ebenfalls zu den Nachkommen Levis gehörte. Sie wurde schwanger und brachte einen Sohn zur Welt. Als sie sah, dass es ein gesundes, schönes Kind war, hielt sie es drei Monate lang versteckt. Länger konnte sie es nicht verbergen. Deshalb besorgte sie sich ein Kästchen aus Binsen, dichtete es mit Pech ab, sodass es kein Wasser durchließ, und legte das Kind hinein. Dann setzte sie das Kästchen ins Schilf am Ufer des Nils. Die Schwester des Kindes versteckte sich in der Nähe, um zu sehen, was mit ihm geschehen würde. Da kam die Tochter des Pharaos an den Nil, um zu baden. Ihre Dienerinnen ließ sie am Ufer zurück. Auf einmal sah sie das Kästchen im Schilf. Sie schickte eine Dienerin hin, um es zu holen. Als sie es öffnete, fand sie darin einen weinenden Säugling, einen kleinen Jungen. Voller Mitleid rief sie: »Das ist einer von den Hebräerjungen!« Die Schwester des Kindes kam aus ihrem Versteck und fragte: »Soll ich eine hebräische Frau rufen, die das Kind stillen kann?« »Ja, tu das!«, sagte die Tochter des Pharaos. Da holte das junge Mädchen die Mutter des Kindes, und die Tochter des Pharaos sagte zu ihr: »Nimm dieses Kind und stille es für mich! Ich werde dich dafür bezahlen.« So kam es, dass die Frau ihr eigenes Kind mit nach Hause nehmen und stillen konnte. Als der Junge größer war, brachte sie ihn wieder zurück. Die Tochter des Pharaos nahm ihn als ihren Sohn an. Sie sagte: »Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen.« Darum gab sie ihm den Namen Mose.
Aus der Papyruspflanze wurde schon 3000 v. Chr. ein beschreibbares Material hergestellt. Dazu wurden die Halme in sehr dünne Streifen geschnitten, die auf einem Brett, das mit Stoff bespannt war, nebeneinandergelegt wurden. Darauf kam eine weitere Schicht von Papyrusstreifen, die rechtwinklig zur ersten Schicht gelegt wurden. Diese bedeckte man wieder mit Stoff und presste den ganzen Stapel. Durch den ausgeübten Druck treten Pflanzensäfte aus und verkleben die Schichten so miteinander, dass Papier entsteht. Aus mehreren Blättern wurden dann auch Papierrollen zusammengefügt.
Um 1950 entdeckte man in Höhlen bei Qumran am Toten Meer Schriftrollen aus Tierhäuten und Papyrus, die aus der Zeit von 250 v. Chr. bis 40 n. Chr. stammen. Die Schriftrollen, die in Tonkrügen geschützt gelagert waren, sind gut erhalten. Eine davon ist die 7,3 m lange, fast unbeschädigte Jesajarolle, aber auch Ausschnitte der Psalmen und andere Bibeltexte wurden entziffert. Dabei wurde festgestellt, dass beim Kopieren der Bibeltexte über die Jahrhunderte hinweg sehr genau gearbeitet wurde und heutige Bibelausgaben ganz nahe am Originaltext sind.